Mittwoch, 22. Februar 2012

Zeichnungen von Kindern und Künstlern: Gruppen

Die Erinnerungen

Seit den 1980er Jahren gibt es Besuchsprogramme für ehemalige Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, die als Juden zwischen 1933 und 1945 aus der Stadt fliehen mussten und heute in Ländern auf der ganzen Welt leben. Zunächst wurden sie durch die Landeshauptstadt als Reisegruppen, später überwiegend als Einzelbesucher empfangen.

Die 1987 eröffnete Mahn- und Gedenkstätte kümmert sich um die Gäste, hält zu ihnen engen Kontakt, führt biografische Interviews durch und sammelt historische Dokumente und Fotos der Familien. Bis heute besuchen die ehemaligen Düsseldorfer mit ihren Familien ihre ehemalige Heimatstadt, begeben sich in der Stadt ihrer Kindheit auf Spurensuche, besuchen ehemalige Wohnorte, den Rhein und die Altstadt oder Gräber auf dem jüdischen Friedhof.

Viele von ihnen waren Schülerinnen und Schüler der jüdischen Volksschule und besuchten den Kunst- und Zeichnunterricht von Julo Levin. Ein emotional bedeutendes Element dieser Besuche ist der Blick auf die Kinderzeichnungen, die im Stadtmuseum Düsseldorf aufbewahrt werden. Die Besucher selbst oder ihre Angehörigen haben diese Bilder vor rund sieben Jahrzehnten gemalt.

Wenn es sich um Zeichnungen ermordeter Angehöriger handelt, sind diese Bilder oftmals die einzigen oder letzten Erinnerungsstücke an Brüder, Schwestern, Cousins, Cousinen oder Freunde und Nachbarskinder, denn auf der Flucht oder bei dem Pogrom 1938 gingen viele persönliche Dokumente, Fotos oder Bilderalben unwiederbringlich verloren. Nicht selten konnten Farbkopien der Zeichnungen an die Angehörigen oder die ehemaligen Schüler übergeben werden.

Heute stellen wir die 4. Kategorie vor:

Gruppen


KünstlerIn: Ingeborg Straus (1923 - 2009) Titel: Straßenmusikanten
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: I. Straus Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Tinte: I. Straus Verso: in Grafitstift: AL 561, C 10354
Maße: 26,4 x 29,6 cm, rechter Rand unregelmäßig (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, Tinte auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10354
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, November 1936. Ingeborg Straus, geboren am 24. September 1923, war die Tochter von Leo, geboren am 24. August 1895 im hessischen Gedern, und Else Straus, geborene Rösche, geboren am 6. September 1895 in Berlin, und die Zwillingsschwester von Gisela. Die Zwillinge hatte noch einen jüngeren Bruder: Rudi Straus, geboren am 19. Februar 1927 in Krefeld. Die gesamte Familie emigrierte am 21. Juni 1938 in die USA und zog nach Detroit, wo ein Bruder Leo Straus´, Hugo, lebte. Inge heiratete 1942 Oscar Kramer. mit dem sie fünf Kinder hatte. Sie lebte bis zu ihrem Tod in der Gegend von Detroit, wo sie sehr aktiv in der jüdischen Gemeinschaft war. Zusammen mit ihrem Bruder Rudi arbeitete sie als Immobilienkauffrau. Sie ist 2009 gestorben.


KünstlerIn: Henni Breslauer (geb. 26.01.1928) Titel: Die Verschwörung
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: Henni Breslauer Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Die Verschwörung, Henni Breslauer Verso: in Grafitstift: 1989/71-233, C 8345 in rotem Farbstift: 11
Maße: 21 x 27,5 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, Farbstift, Tinte auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8345
Provenienz: NL Julo Levin
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Mai + Juni 1937. Henni Breslauer wurde am 26. Januar 1928 als zweites Kind des Versicherungsvertreters Ludwig Breslauer und dessen Frau Rosa, geborene Herz, in Düsseldorf geboren. Ihr Vater stammte aus Polen, ihre Mutter aus der Schweiz. Henni´s Bruder Paul war zwei Jahre älter als sie. Die Familie wohnte in der Herderstraße 63. Nachdem die Familie Breslauer in der Pogromnacht 1938 überfallen worden war, verließ ihre Mutter mit Henni und ihrem Bruder Deutschland und wanderte auf der Schweizer Einwanderungsquote nach Amerika ein. Der Vater musste zunächst in Düsseldorf zurückbleiben, weil er als deutsch-polnischer Jude so schnell kein Visum für Amerika bekam. Erst Anfang 1940 gelang es Ludwig Breslauer, Deutschland zu verlassen und in Amerika wieder mit seiner Familie zusammen zu leben. Henni heißt heute Henni Padawer und lebt in den USA.



KünstlerIn: Stella S. (geb. 10.04.1928, 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und dort später ermordet), IV. Klasse Titel: Zigeuner
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto rechts unten: Stella S. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Tinte: Stella S. Verso: in Grafitstift: IV Schj, Zigeuner, 10.37, 2-3, 1983/71-517
Maße: 21 x 27,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8380
Provenienz: NL Julo Levin
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + Februar 1938. Stella S. wurde als zweites Kind des Ehepaars Hugo und Henriette S., geborene L., in Düsseldorf geboren. 1924 war ihr Bruder Kurt zur Welt gekommen. Beide besuchten die Private Jüdische Volksschule in Düsseldorf. Zuletzt wohnte die Familie in der Mozartstraße 19. Am 10. November 1941 wurde Stella mit den Eltern und ihrem Bruder in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.


KünstlerIn: Gertrud K. (geb. 06.10.1925), VII. Klasse Titel: Wilhelm Tell
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: Gertrud K. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Gertrud K. Verso: in Grafitstift: VII Schj, Tell, 10.37, 2-, 1983/71-399, C 10347
Maße: 21 x 27,6 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10347
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Oktober 1937. Gertrud K. war die Tochter von Leib und Lisa K., geborene M., und lebte mit ihren Eltern und den Geschwister Moritz, Bernhard und Ida in Düsseldorf in der Karlstraße 99. Am 25. Mai 1936 verstarb ihr Vater Leib K. in Düsseldorf. Am 27. November 1936 zog die Witwe K. um in die Kurfürstenstraße 59, wo auch ihr Bruder Josef M. wohnte. Der weitere Lebensweg der Familie K. ist leider bisher nicht bekannt.


KünstlerIn: Inge L. (geb. 09.10.1925) Titel: 3 Freundinnen
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: Inge L. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Inge L. Verso: in Grafitstift: AL 714, C 10311
Maße: 24,3 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10311
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1937. Inge L. kam am 9. Oktober 1925 als Tochter von Max, geboren am 6. Februar 1885, und Hilde L., geborene G., geboren am 20. Januar 1895, zur Welt. Ihre Schwestern, Miriam, geboren am 19. Mai 1928, und Ilse, geboren am 17. August 1921, wuchsen mit ihr in Düsseldorf auf. Sie wohnten mit ihren Eltern am Fürstenplatz 10. Im Zuge des Novemberpogroms wurde ihr Vater vom 10. November bis 16. November 1938 im Polizeigefängnis inhaftiert und anschließend in das (aus Restaurierung): Dachau verschleppt. Sie, ihre Mutter und ihre Schwestern emigrierten am 19. März 1939 auf der "St. Louis" über Holland nach Cuba. Von dort kamen sie wieder nach Holland zurück. Sie wurden verhaftet und im Judendurchgangslager Westerbork interniert. Sie und ihre Schwestern überlebten. Ihre Mutter starb wenige Wochen vor der Befreiung, am 22. März 1945, im Konzentrationslager Bergen-Belsen.


KünstlerIn: Rolf B. (12.09.1924 - 09.07.1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet), VII. Klasse Titel: Schotten
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: Rolf B. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Rolf B., 7. Schulj. Verso: in Grafitstift: VII Schj, Schotten, 10.37, 1989/1-27, C 8362 (ausradiert 2+)
Maße: 21 x 27,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8362
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Rolf B. kam am 12. September 1924 in Düsseldorf als Sohn des Kaufmanns Adolf Isidor B. und dessen Frau Rosa, geborene B., zur Welt. Er hatten einen vier Jahre älteren Bruder Helmut sowie einen Halbbruder aus der ersten Ehe seines Vaters: Alfred B. (geboren 1912 in Düsseldorf). Im Dezember 1934 musste die Familie B. ihre Wohnung in der Hüttenstraße 129 aufgeben und in die Schwerinstraße 53 umziehen, da Adolf B. wegen seiner jüdischen Herkunft seine Arbeitsstelle verloren hatte. Rolf B. besuchte ab 1935 die jüdische Schule in der Kasernenstraße in Düsseldorf. Rolf floh 1939 alleine in die Niederlande (Boxmeer), nachdem er zuvor einige Zeit in Emmerich gelebt hatte. In den Niederlanden fand er eine Anstellung als Butler bei der jüdischen Familie L. in Boxmeer. Als Jude wurde er in den Judendurchgangslagern Vught und in Westerbork festgehalten. Am 6. Juli 1943 wurde Rolf B. vom Lager Westerbork nach Sobibor deportiert und dort am 9. Juli 1943 ermordet. Seine Eltern und sein Bruder waren in Düsseldorf geblieben und wurden am 27. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert. Sie haben nicht überlebt.

KünstlerIn: Sella Helga P. (geb. 08.04.1924, 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und dort später ermordet), VII. Klasse Titel: Bergamaskertanz
Material/Technik: Wasserfarbe auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10333
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Januar + März 1937. Sella P. wurde am 8. April 1924 in Düsseldorf geboren. Ihr Vater war Albert Aron P., geboren am 21. November 1879 in Kappel. Ihre Mutter Johanna P., geborene W., stammte aus Schlitz, Lauterbach, in Hessen. Die Familie P. wohnte zuletzt in Düsseldorf in der Adersstraße 8. Am 10. November 1941 wurden alle drei in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.
 
KünstlerIn: Werner Frankenberg (geb. 06.10.1927), IV. Klasse Titel: Straßenszene
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben mittig: Werner Frankenberg Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Tinte: Werner Frankenberg Verso: in Grafitstift: IV Schj, 2.38, 2+, 1983/71-518, C 10245
Maße: 21 x 27,8 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Pastell, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1938
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10245
 Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1938. Werner Frankenberg wurde in Bigge am 6. Oktober 1927 geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Fritz Frankenberg und dessen Frau Berta, geborene Jakobson. Ab 1937/38 besuchte Werner die Jüdische Schule in Düsseldorf, da sein weiterer Schulbesuch in Bigge wegen antisemitischer Anfeindungen nicht mehr möglich war. In Düsseldorf wohnte Werner bei seinem Onkel Max Frankenberg. Sein Cousin Hans (geboren 1926) war ebenfalls Schüler der Privaten Jüdischen Volksschule. Die Familie Frankenberg emigrierte nach Israel. Werner Frankenberg lebt als Meir Frankenberg in Israel.


KünstlerIn: Leo R. (geb. 21.07.1924), VI. Klasse (Name recto von Carl Lauterbach ausradiert) Titel: Szene
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: AL 699, C 10327 (ausradiert Leo K., VI Schj, 3.38, 2-3)
Maße: 20,9 x 27,6 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte auf Papier
Datierung: 1938
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10327

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1936 - 1938. Leo R.s Eltern waren der Kaufmann Simon R., geboren am 10. April 1900 in Lancut, und Rosa R., geborene B., geboren am 18. Juli 1898 in Zelder. Er hatte zwei Geschwister: seine Schwester Gerda (geboren 1922) und sein Bruder Herbert R. (geboren 1926). Sie wohnten in der Schadowstraße 41 und zogen am 29. August 1934 in die Marktstraße 11.


KünstlerIn: Werner Frankenberg (geb. 06.10.1927), IV. Klasse Titel: Zirkus
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben mittig: Werner Frankenberg Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift und Tinte: Werner Frankenberg Verso: in Grafitstift: IV Schj, 2.38, 1-2, 1983/71-505, C 10244
Maße: 21,1 x 27,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Pastell, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10244
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1938. Werner Frankenberg wurde in Bigge am 6. Oktober 1927 geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Fritz Frankenberg und dessen Frau Berta, geborene Jakobson. Ab 1937/38 besuchte Werner die Jüdische Schule in Düsseldorf, da sein weiterer Schulbesuch in Bigge wegen antisemitischer Anfeindungen nicht mehr möglich war. In Düsseldorf wohnte Werner bei seinem Onkel Max Frankenberg. Sein Cousin Hans (geboren 1926) war ebenfalls Schüler der Privaten Jüdischen Volksschule. Die Familie Frankenberg emigrierte nach Israel. Werner Frankenberg lebt als Meir Frankenberg in Israel.


KünstlerIn: Helmut M. (geb. 15.12.1923), VII. Klasse Titel: Fastnacht
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: H. M. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Tusche: H. M., 7. Schuljahr Verso: in Grafitstift: VII Schj, 2.38, 1, 1983/71-386, C 10349
Maße: 21 x 29,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, vermutlich Tusche auf Papier
Datierung: 1938
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10349
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Helmut M. wurde am 15. Dezember 1923 in Mönchengladbach-Rheydt geboren. Am 31. Juli 1939 konnte er nach England einreisen und lebte später in Palästina, dem heutigen Israel.


KünstlerIn: Marianne von Geldern (geb. 13.03.1928) Titel Sechs Männer mit Hut
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben links: Marianne von Geldern Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Marianne von Geldern 4. Schulj. Verso: in Grafitstift: IV Schj, 12.37, 2-3,1983/71-783 (766 durchgestrichen), C 8350
Maße: 20,9 x 27,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wachsstift, Grafitstift, Pastell auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8350
Provenienz: NL Julo Levin
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937+ 1938. Marianne von Geldern war die Schwester von Karla van Geldern. Ihr Vater verlor 1938 seine Arbeitsstelle bei den Rheinischen Margarinenwerken in Neuss. Sie und ihre Schwester besuchten von 1935 bis 1938 die Private Jüdische Volksschule in Düsseldorf. Ihr Vater meldete sich mit seiner Familie am 14. Januar 1939 nach Santiago de Chile ab. Im August 1956 heiratete Marianne Gert Rosenberg in Chile. Sie lebten dann zusammen in Broken Hill. Sie heißt heute Marianne Rosenberg und lebt in Spanien.


KünstlerIn: Günther Cahn (geb. 17.08.1925) Titel: Wirtshausszene
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: G. Cahn Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: 1983/71-250, C 10235
Maße: 22 x 41,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Pappe
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 1023

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule.
Günther Cahn wurde am 17. August 1925 in Düsseldorf als zweites Kind der Eheleute Hermann und Johanna Cahn, geb. Herz, geboren. Sein Vater stammte aus Beckrath bei Rheydt, seine Mutter aus Düsseldorf. Sein Bruder Helmut war am 25. August 1923 in Düsseldorf zur Welt gekommen. Die Familie wohnte auf der Bilker Allee 136. Später zogen sie um in die Martinstraße 73. Nach der Pogromnacht 1938 beschlossen seine Eltern, Günther und seinen Bruder mit einem Kindertransport nach Großbritannien zu schicken. Günther Cahn verließ Düsseldorf am 27. März 1939. Während des Krieges wurde er als "feindlicher Ausländer" von Großbritannien nach Kanada deportiert. Dort lebt er auch heute noch. Seine Eltern wurden am 10. November 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert und dort ermordet.


KünstlerIn: Marianne Seligmann (geb. 26.11.1924), VII. Klasse Titel: Konzert
Maße: 24,3 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Objektnummer: SMD.C 10301
Provenienz: Nachlass Julo Levin
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 7. Schuljahr, 1937. Marianne Seligmann wurde am 26. November 1924 in Düsseldorf geboren und wuchs im Düsseldorfer Zooviertel auf. Die Familie bestehend aus ihrem Vater Leopold (19.01.1888 Düsseldorf - August 1944 Auschwitz) und ihrer Mutter Gertrude Seligmann, geborene Freund, (26.10.1902 Saaz, Böhmen - August 1944 deportiert nach Auschwitz, ermordet in Stutthof) wohnte in der Brehmstraße 31 und später in der Grabenstraße 2.
Marianne besuchte zunächst die Volksschule in der Brehmstraße und anschließend das Schuback-Schmidt-Lyceum in der Hohenzollernstraße. Zuletzt musste Marianne auf die 1935 neu gegründete Jüdische Schule in der Kasernenstraße wechseln. Marianne konnte mit einem der sogenannten Kindertransporte am 2. September 1939 nach Manchester, Großbritannien, einreisen. Ihre Eltern wurden am 27. Oktober 1941 ins Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert und wurden 1944 ermordet. Marianne Seligmann erlebte das Kriegsende in Großbritannien und zog in den 1950er-Jahren nach Israel. Dort heiratete sie Chanan Choresh und änderte ihren Vornamen in Miriam. 2012 lebt sie in Israel.


KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel: Musikkapelle im Hinterhof
Maße: 19,8 x 28,7 cm, untere Kante unregelmäßig (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Objektnummer: SMD.C 10328

KünstlerIn: Künstler unbekannt (Paechter)(Paechter) Titel: Musiker
Maße: 20,8 x 28,4 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1938
Objektnummer: SMD.C 10345

KünstlerIn: Kurt M. (geb. 07.02.1924), VI. Klasse Titel: Orchester
Maße: 24,1 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Farbstift, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Objektnummer: SMD.C 10239
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937. Kurt M. Eltern waren der aus Köln stammende Kaufmann Leo M. und seine Ehefrau Paula, geborene C.. Die Familie wohnte in der Bismarckstraße 94 und ab dem 10. März 1939 in der Karlstraße 23. Kurt feierte im April 1937 seine Barmizwa. Er war 1939 auf einem Ausbildungslehrgang für Auswanderer in der Gartenbauschule Ahlem, ging von dort nach Dänemark und 1941 nach Palästina. Seine Eltern wurden am 27. Oktober 1941 in das Ghetto von Litzmannstadt /Lodz deportiert. Sein Vater ist im Ghetto am 9. Juli 1942 verstorben. Seine Mutter wurde am 10. Juli 1944 ins Vernichtungslager Kulmhof (Chelmno) deportiert. Dort wurde sie ermordet.


KünstlerIn: Cilli Gellert (1925 - 2001), VI. Klasse Titel: Friseur
Maße: 21,1 x 27,5 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Objektnummer: SMD.C 10331
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Cilli (Cecilia) Gellert wurde am 8. Januar 1925 als Tochter des Kaufmanns Jakob Gellert und seiner Frau Rosa Gellert, geborene Tugendhaft, geboren. Sie hatte drei Geschwister: Oskar (geboren 1920), Paula (geboren 1922) und Bernhard (geboren 1929). Cilli lebte mit ihrer Familie zunächst in der Charlottenstraße 28, später in der Steinstraße 84. Sie emigrierte am 29. Februar 1938 nach Amby in die Niederlande. Ihr Bruder Oskar wurde am 26. Juni 1943 in Holland verhaftet und drei Tage später am 29. Juni über das Judendurchgangslager Westerbork nach Sobibor deportiert. Dort wurde er am 2. Juli 1943 ermordet. Cilli Gellert überlebte den Holocaust und lebte später als Cilly Shkedy in Israel.


KünstlerIn: Rudi H. (geb. 18.11.1925), VI. Klasse Titel: Friseur
Maße: 19,3 x 21 cm Höhe diveriert um 5 mm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Objektnummer: SMD.C 8357
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Rudi H. emigrierte am 20. Juni 1939 nach Dänemark.


KünstlerIn: Heinz S. (26.03.1926 - 11.05.1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet), VI. Klasse Titel: Friseur
Maße: 27,7 x 21 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, Tinte auf Papier
Datierung: 1938
Objektnummer: SMD.C 8319
  
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Februar 1938. Heinz S. kam am 26. März 1926 zur Welt. Seine Eltern waren Ernst S., geboren am 14. Januar 1890 in Neuss, und Erna S., geborene S., geboren am 16. Juli 1894 in Münster. Sein Bruder war G. S., geboren 1923. Sein Bruder wurde mit einem "Kindertransport" 1939 nach England gerettet. Heinz wurde am 27. Oktober 1941 nach Litzmannstadt/Lodz deportiert, von dort im Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof und dort ermordet.


KünstlerIn: Margot C. (10.12.1922 - März 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet), I. Klasse Titel: Schneider
Maße: 31,9 x 24,2 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Objektnummer: SMD.C 10316

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937. Margot C. wurde am 10. Dezember 1922 als einziges Kind der Eheleute Max und Gertrud C., geb. C., in Düsseldorf geboren. Ihr Vater stammte aus Strasburg in Westpreußen, ihre Mutter aus Gelsenkirchen. In Düsseldorf wohnte die Familie C. Mitte der 1930er Jahre in der Scheibenstraße 15. Am 17. März 1937 wurde Margot nach Berlin abgemeldet. Sie lebte später in Berlin-Neukölln, Kottbusser Damm 86-87. Margot C. wurde mit dem 31. Deportationstransport aus Berlin am 1. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Auch ihre Eltern wurden aus Berlin deportiert und ermordet.



KünstlerIn: Margot C. (10.12.1922 - März 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet), I. Klasse Titel: Wasserträgerin
Maße: 19,3 x 25,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Objektnummer: SMD.C 10263

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937. Margot C. wurde am 10. Dezember 1922 als einziges Kind der Eheleute Max und Gertrud C., geb. C., in Düsseldorf geboren. Ihr Vater stammte aus Strasburg in Westpreußen, ihre Mutter aus Gelsenkirchen. In Düsseldorf wohnte die Familie C. Mitte der 1930er Jahre in der Scheibenstraße 15. Am 17. März 1937 wurde Margot nach Berlin abgemeldet. Sie lebte später in Berlin-Neukölln, Kottbusser Damm 86-87. Margot C. wurde mit dem 31. Deportationstransport aus Berlin am 1. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Auch ihre Eltern wurden aus Berlin deportiert und ermordet.


KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel: Götzendienst
Maße: 36,5 x 27,7 cm, Breite diveriert um 4 mm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Farbstift, Scherenschnitt, Transparentpapier, Seidenpapier auf Karton
Datierung: ohne Jahr
Objektnummer: SMD.C 10359

Montag, 13. Februar 2012

Zeichnungen von Kindern und Künstlern: Paare


Julo Levin
Julo (Julius) Levin wurde am 5.9.1901 in Stettin geboren. Von 1919 – 1926 studierte er an den Kunstgewerbeschulen in Essen und München und an der Kunstakademie Düsseldorf, u. a. bei Jan Thorn Prikker und Heinrich Nauen, bei dem er ein Meisteratelier hatte. Nach seinem Studium war er als Maler tätig und gehörte seit 1927 der Künstlergruppe Junges Rheinland an, an deren Jahresausstellungen er regelmäßig teilnahm. Sein Atelier befand sich ab 1928 auf der Immermannstraße 68. Freundschaften zu Künstlerkollegen bestanden u. a. mit den Malern Otto Pankok, Peter Ludwigs, Carl Lauterbach und Franz Monjau. 1931 lebte und arbeitete er mehrere Monate in Marseille. Levin gehörte der der KPD nahestehenden Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands (Asso) an. Seine politischen Kontakte führten 1933 und 1937 zu Verhaftungen durch die Gestapo. Weil er Jude war, war Levin nach 1933 die Ausübung seines Berufs verwehrt. 

Julo Levin, 07.03.1934, Fotograf unbekannt, Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf(smd.F 10846)
Ausstellungsmöglichkeiten ergaben sich nur innerhalb der jüdischen Gemeinschaft, so 1935 bei einer Ausstellung des Jüdischen Kulturbundes Düsseldorf oder ein Jahr später im Jüdischen Museum in Berlin bei der „Reichsausstellung Jüdischer Künstler“. Von 1936 bis 1938 unterrichtete Levin als Zeichenlehrer an der neugegründeten Jüdischen Volksschule in Düsseldorf. Bereits vor dieser Tätigkeit hatte Levin begonnen, eine Sammlung von Kinderzeichnungen anzulegen. 1937 organisierte er eine Ausstellung mit Zeichnungen von Schülerinnen und Schülern der Jüdischen Volksschule, die aber keinen ungeteilten Beifall fand. Das Jüdische Gemeindeblatt für den Synagogenbezirk Düsseldorf bemerkte: „Die zeichnerischen Arbeiten fanden weniger Anklang: ganz vermisst wurde das Arbeiten nach der Natur: Blume – Vogel – Frucht etc.; auch perspektivische Anleitung war nicht erkennbar, doch mag vieles nicht ausgestellt gewesen sein.“ Wohl als Reaktion auf diese Kritik legte Levin in einem Vortrag im November 1937 seine pädagogischen Ideen dar über den das Gemeindeblatt ebenfalls berichtete: „ Das Kind hat sein eigenes Innenleben, das nach eigenem Ausdruck drängt, es sieht die Welt mit anderen Augen als der Erwachsene, der nicht dem Kinde sein Weltbild aufdrängen, sondern als Pädagoge ihm allenfalls vorsichtig helfen darf, seine Ausdrucksmittel zu finden. Durch Malen und Zeichnen macht sich das Kind innerlich frei, und das künstlerische Schaffen ist häufig für Kinder, die auf anderen Gebieten ausdruckslos bleiben, die einzige Entfaltungsmöglichkeit ihres Innern.“

Ab 1938 lebte Levin in Berlin, wo er an verschiedene  jüdischen Schulen ebenfalls als Zeichenlehrer tätig war: an der Kaliski-Schule, der Holdheimschule, der Theodor-Herzl-Schule und der Privaten Höheren Schule der Jüdischen Kultusvereinigung. So gehören der Sammlung der Kinderzeichnungen auch Arbeiten Berliner Schülerinnen und Schülern an. Die letzten Nachweise seiner Tätigkeit als Lehrer datieren vom Herbst 1941; ob er darüber hinaus noch bis zur Schließung aller jüdischen Schulen im Juni 1942 weiter gelehrt hat, ist nicht bekannt. Von 1942 an arbeitete Levin als Hilfsarbeiter für die Jüdische Gemeinde Berlin, die von der SS zu Arbeiten herangezogen wurde; nach dem Zeugnis Mieke Monjaus war er so in seinen letzten Lebensmonaten auch mit der Reinigung der von den Deportationen in die Vernichtungslager zurückgekehrten Güterwaggons beauftragt. Im Mai 1943 wurde Julo Levin selbst nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. 


Heute stellen wir die 3. Kategorie vor: 


Paare


KünstlerIn: Georges R. (01.06.1924 - 26.02.1982), VII. Klasse Titel: Zwei Männer
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto Mitte oben: G. R. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: G. R. Verso: in Grafitstift: 7. Schj, 1983/71-419, C 10364 in Farbstift rot: 5
Maße: 24,3 x 32 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10364
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 7. Schuljahr, 1937. Georges R. wurde am 1. Juni 1924 in Düsseldorf geboren. Sein Bruder Robert war zwei Jahre älter als er. Die Familie wohnte in der Lindemannstraße 49. Der Vater Jakob R. stammte aus Baden und arbeitete in Düsseldorf als Generaldirektor der Firma Adler. Die Mutter, Claire R., geborene G., besaß die Schweizer Staatsbürgerschaft. Vor der Emigration der Familie im März 1938 wohnten R.s in der Brehmstraße 43. Am 26. März 1938 meldete sich die gesamte Familie nach New York, USA, ab. Georges R. verstarb in Amerika am 26. Februar 1982.


KünstlerIn: Georges R. (01.06.1924 - 26.02.1982), VII. Klasse Titel: Zwei Männer
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: G. R. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: G. R., 7. Schulj Verso: in Grafitstift: 1983/71-683, C 10310
Maße: 24,2 x 32 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10310
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin, Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 7. Schuljahr, 1937. Georges R. wurde am 1. Juni 1924 in Düsseldorf geboren. Sein Bruder Robert war zwei Jahre älter als er. Die Familie wohnte in der Lindemannstraße 49. Der Vater Jakob R. stammte aus Baden und arbeitete in Düsseldorf als Generaldirektor der Firma Adler. Die Mutter, Claire R., geborene G., besaß die Schweizer Staatsbürgerschaft. Vor der Emigration der Familie im März 1938 wohnten R.s in der Brehmstraße 43. Am 26. März 1938 meldete sich die gesamte Familie nach New York, USA, ab. Georges R. verstarb in Amerika am 26. Februar 1982.




KünstlerIn: Gerhard W. (geb. 13.11.1924), VI. Klasse Titel: bauerntanz
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten links: Gerhard W. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Gerhard W. Verso: in Grafitstift: VI. Schuljahr, 36, 1989/1-49, C 10315
Maße: 32,4 x 24,1 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1936
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10315
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule. Gerhard W. wurde am 13. November 1924 geboren. Seine Eltern waren Max (Moses) W., der ein Lebensmittelgeschäft betrieb, und Erna Esther W., geborene W. Seine Mutter wurde nach der Geburt ihres letzten Kindes 1937 psychisch krank und kam in eine Heilanstalt. Gerhards Geschwister waren Klara W. (geboren 1923), Salomon W. (1926) und Auguste (genannt Jenny) W. (1937). Die Eltern waren mit drei Kindern erst etwa 1927 von Polen nach Düsseldorf gezogen. Die Familie W. wurde am 15. März 1939 nach Polen ausgewiesen. Seine Schwester Klara lebte zu diesem Zeitpunkt zusammen mit den Eltern und der jüngeren Schwester Jenny im Ghetto der polnischen Stadt Sieniawa, rund 90 Kilometer südlich von Lublin. Gert musste Zwangsarbeit ("Jüdischer Arbeitsdienst") in Przemysl (25 Kilometer südlich von Sieniawa) leisten. Die gesamte Familie W. hat die NS-Zeit nicht überlebt. Die letzten Lebenszeichen erhielt das befreundete Ehepaar K. von beiden im Juni 1942.
KünstlerIn: Inge L. (geb. 09.10.1925),V. Klasse Titel: Kostüme
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: I. L. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: I. L. Verso: in Grafitstift: V. Schulj, Kostüme, 2.37, 2, 1983/71-592, C 10320
Maße: 24,2 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10320
 Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1937. Inge L. kam am 9. Oktober 1925 als Tochter von Max, geboren am 6. Februar 1885, und Hilde L., geborene G., geboren am 20. Januar 1895, zur Welt. Ihre Schwestern, Miriam, geboren am 19. Mai 1928, und Ilse, geboren am 17. August 1921, wuchsen mit ihr in Düsseldorf auf. Sie wohnten mit ihren Eltern am Fürstenplatz 10. Im Zuge des Novemberpogroms wurde ihr Vater vom 10. November bis 16. November 1938 im Polizeigefängnis inhaftiert und anschließend in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Sie, ihre Mutter und ihre Schwestern emigrierten am 19. März 1939 auf der "St. Louis" über Holland nach Cuba. Von dort kamen sie wieder nach Holland zurück. Sie wurden verhaftet und im Judendurchgangslager Westerbork interniert. Sie und ihre Schwestern überlebten. Ihre Mutter starb wenige Wochen vor der Befreiung, am 22. März 1945, im Konzentrationslager Bergen-Belsen.
KünstlerIn: Georges R. (01.06.1924 - 26.02.1982), VII. Klasse
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben links: Georges R. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Georges R. Verso: in Grafitstift: VII Schulj, Bergomaskertanz, 2.37, 3+, 1983/71-397, C 10352
Maße: 24,2 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10352
Provenienz: Nachlass Julo Levin
 Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 7. Schuljahr, 1937. Georges R. wurde am 1. Juni 1924 in Düsseldorf geboren. Sein Bruder Robert war zwei Jahre älter als er. Die Familie wohnte in der Lindemannstraße 49. Der Vater Jakob R. stammte aus Baden und arbeitete in Düsseldorf als Generaldirektor der Firma Adler. Die Mutter, Claire R., geborene G., besaß die Schweizer Staatsbürgerschaft. Vor der Emigration der Familie im März 1938 wohnten R.s in der Brehmstraße 43. Am 26. März 1938 meldete sich die gesamte Familie nach New York, USA, ab. Georges R. verstarb in Amerika am 26. Februar 1982.
KünstlerIn: Georges R. (01.06.1924 - 26.02.1982) Titel: Afrikaner und weißer Jäger
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: Georges R. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Tinte: Georges R. Verso: in Grafitstift: 1983/71-184, C 8364
Maße: 24,2 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8364
 Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 7. Schuljahr, 1937. Georges R. wurde am 1. Juni 1924 in Düsseldorf geboren. Sein Bruder Robert war zwei Jahre älter als er. Die Familie wohnte in der Lindemannstraße 49. Der Vater Jakob R. stammte aus Baden und arbeitete in Düsseldorf als Generaldirektor der Firma Adler. Die Mutter, Claire R., geborene G., besaß die Schweizer Staatsbürgerschaft. Vor der Emigration der Familie im März 1938 wohnten R.s in der Brehmstraße 43. Am 26. März 1938 meldete sich die gesamte Familie nach New York, USA, ab. Georges R. verstarb in Amerika am 26. Februar 1982.
KünstlerIn: Dorrit M. (geb. 27.06.1924) Titel: 2 Frauen in Tracht
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: Dorit M. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Dorit M. Verso: in Grafitstift: Dorrit M., VII Schj, 1.38, 2-3, AL 848, C 10343
Maße: 21 x 27,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1938
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10343
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Dorrit M. wurde 1924 als zweites Kind des Rechtsanwalts Dr. Max M. (1886-1947) und dessen Frau Marta, geborene C., in Düsseldorf geboren. Ihr Bruder Dieter war vier Jahre älter als sie. Die Familie wohnte in der Faunastraße 53 in Düsseldorf und seit Anfang der 1930er Jahre in der Grunerstraße 22. Ihr Vater war von 1933 bis 1939 im Vorstand der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Doritt besuchte zunächst die Volksschule in der Brehmstraße. Anschließend bestand sie die Aufnahmeprüfung des Auguste-Viktoria-Lyzeums, wurde aber wegen des mangelnden "Ariernachweises" nicht aufgenommen. Daher musste sie auf die Private Jüdische Volksschule wechseln. Ihr Vater arbeitete seit Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft als Berater und Bevollmächtigter für jüdische Auswanderer. Diese Arbeit übte er bis Ende 1938 gemeinsam mit Josef N. aus. Während des Novemberpogroms 1938 wurde ihr Vater inhaftiert und bis zum 15. November 1938 im Polizeigefängnis festgehalten. Nach den Erfahrungen der Pogromnacht entschlossen sich Dorrits Eltern, Dorrit am 11. Februar 1939 nach Bournemouth, England auf eine Schule zu schicken. Die Eltern selbst flohen im September 1939 nach Brüssel in Belgien. Dorrit M. heiratete und lebt mittlerweile als Dorrit P. in den USA.
KünstlerIn: Madi B. (geb. 03.01.1926) Titel: Kostüme
Beschriftung: Künstlersignatur: Verso unten links: M. B. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: V. Schulj, Kostüme, 2.37, M. B. Kl. 5. Schuljahr, 1989/1-53, C 8335
Maße: 24,4 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, Gold- und Silberpigmente auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8335
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Madi B. kam am 3. Januar 1926 in Düsseldorf als viertes Kind des ostjüdischen Ehepaars Pinkus und Sophie B., geborene G., zur Welt. Sie hatte einen Bruder, Adolf, genannt Adi, geboren 1913 in Düsseldorf, sowie zwei Schwestern, Leonore (geboren 1919) und Auguste, genannt Guste, (geboren 1921). B. wohnten in Düsseldorf in der Keplerstraße 14. 1937 wanderte ihr Bruder Adi nach Palästina aus. Madi B. emigrierte am 2. Juni 1939 nach Ecuador zusammen mit ihren Eltern und den anderen Geschwistern. 1940/41 siedelten alle Familienmitglieder auf verschiedenen Einreisequoten in die USA über. Madi B. heißt heute Madi H.



KünstlerIn: Manfred H. (geb. 15.07.1926), V. Klasse Titel: Channukkah
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: M. H. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: M. H. Verso: in Grafitstift: 119, V Schj, Channukkah, 12.37, 2, 1983/71-716, C 10257
Maße: 21,1 x 27,4 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, Deckweiß auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10257

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Dezember 1937. Manfred H., geboren am 15. Juli 1926, ist am 6. Juli 1939 (vermutlich mit einem "Kindertransport") nach England emigriert.


KünstlerIn: Hans G. (geb. 18.04.1925), VI. Klasse Titel: masken auf Rollern
Beschriftung: Beschreibung: Masken auf Rollern Künstlersignatur: Recto unten rechts: G. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: G. III Kl. Verso: in Grafitstift: Masken auf Rollern, Junge?, 1989/1-8, C 10262
Maße: 26,2 x 30,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10262
 Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, April - Juni 1937. Hans G. ist am 4. Oktober 1937 nach Neuseeland emigriert.


KünstlerIn: --- (geb. 1923), VIII. Klasse Titel: Riviera
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: --- Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Tinte: --- Verso: in Grafitstift: Riviera, Junge, VII Schj, 2.38, 13 Jahre, 1989/1-43, C 10265
Maße: 21 x 27,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1938
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10265
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 und 1938. --- kam am 23. Juli 1923 in Düsseldorf als erstes Kind des Kaufmanns --- und dessen Frau ---, geborene ---, zur Welt. Sein Bruder --- kam 1926 in Düsseldorf zur Welt. Ihre Eltern hatten 1922 in Münster geheiratet und waren nach Düsseldorf gezogen, da dort auch die Eltern und Geschwister von --- lebten. Die Familie traf sich oft zum gemeinsamen Essen oder Freizeitaktivitäten. In der Pogromnacht 1938 wurde sein Vater --- verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Nach seiner Entlassung am 6. Dezember 1938 kehrte er zu seiner Frau und seinen Söhnen nach Düsseldorf zurück. --- wurde von seinen Eltern 1939 auf einen Kindertransport nach England geschickt und so vor den Verfolgungen der Nationalsozialisten gerettet. Mit in dem Transport vom 14. Februar 1939 waren weitere neun Kinder aus der Düsseldorfer Jüdischen Gemeinde. In --- Abteil waren außer ihm noch sein Freund --- und die Brüder --- und ---. Als die Deutschen 1940 die Niederlande und Frankreich besetzten, gehörte --- zu denjenigen deutschen Flüchtlingen in England, die "vorsorglich" interniert wurden ("Kategorie B"). Nach dem Krieg nannte er sich --- und lebt in Melbourne, Australien. Er arbeitete dort als Maschinenbauer und Maschinenbauzeichner.
KünstlerIn: Lore Caro (geb. 19.01.1926), VI. Klasse Titel: Herkules und der Riese
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto Rand unten rechts: Lore Caro Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Lore Caro Verso: in Grafitstift: VI Schj, Herkules u Riese, 7.37, 2, 1983/71-665, C 10255
Maße: 29,7 x 19,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10255
 Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Juli + Oktober 1937. Lore Caro kam am 19. Januar 1926 als Tochter von Georg Caro, geboren am 7. November 1886 in Hirschberg/Schlesien, und Paula Caro, geborene Nathan, geboren am 27. Februar 1892, zur Welt. Ihre Mutter verstarb am 31. Oktober 1937 in Düsseldorf. Lore Caro ging auf die Katholische Volksschule in Oberkassel an der Lanker Straße, danach besuchte sie die Private Jüdische Volksschule in Düsseldorf. Sie ist am 5. August 1938 nach Berlin-Charlottenburg gezogen. Die letzte Düsseldorfer Adresse war Grimmstraße 36. Sie emigrierte am 20. Januar 1940 mit ihrem Vater über Düsseldorf, die Schweiz und Genua nach Corte di Savoia. Sie heißt heute Lore Labby und lebt in den USA.
KünstlerIn: Friedel L. F. (geb. 08.06.1926, 1943 im Vernichtungslager Auschwitz ermordet), VI. Klasse Titel: herkules und der Riese
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: F. F. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Farbstift: F. F. (2) Verso: in Grafitstift: VI Schj, Herkules u Riese, 7.37, 2-3, 1983/71-653, C 10346
Maße: 27,6 x 20,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10346




Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Juli + Dezember 1937. Friedel Louise F. wurde am 8. Juni 1926 in Düsseldorf geboren. Ihr Vater war der Kaufmann Abraham F., (geboren 1895 in Monasteryska). Friedel hatte noch einen jüngeren Bruder, Norbert. Er kam am 1. Dezember 1931 in Düsseldorf zur Welt. Friedels Mutter verstarb früh. Vermutlich handelt es sich um Berta F., geborene S., (1901-1933), die auf dem neuen jüdischen Friedhof in Düsseldorf begraben liegt. Friedel wohnte mit ihrem Vater Abraham und ihrem Bruder Norbert zunächst in der Karlstraße 70. Ab 7. August 1939 waren die drei in der Pionierstraße 80 in Düsseldorf gemeldet. Im gleichen Jahr flüchtete die Familie F. nach Belgien. Dort wurden sie während des Krieges als Juden interniert und über das Judendurchgangslager Mechelen (Malines) am 15. Januar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort ermordet.


KünstlerIn: Grete H. (geb.20.06.1923) Titel: Tiefbau
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto rechter Rand mittig: Grete He. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Grete H., Kl. I Verso: in Grafitstift: Tiefbau, 12.36, 1-2, 1983/71-384, C 10358
Maße: 24,3 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1936
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10358
Provenienz: Nachlass Julo Levin
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Dezember 1936 + Mai 1937. Grete H. wurde am 20. Juni 1923 geboren. Ihr Vater war Julius H., der Inhaber des Bettenhauses "Gebrüder S." in der Hohestraße 22 in Düsseldorf; ihre Schwester war Lotte H., geboren am 1. Januar 1915 in Neviges. Grete emigrierte am 20. November 1938 in die Niederlande, am 20. Dezember 1938 nach Den Haag Holland, und überlebte den Holocaust. Sie lebte lange Zeit in Mendoza/Chile, und heißt heute Grete B.
KünstlerIn: Georges R. (01.06.1924 - 26.02.1982), VII. Klasse Titel: Zwei Bergleute
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben mittig: G. R. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: G. R., 7. Schuljahr Verso: in Grafitstift: 1983/71-682, C 8366
Maße: 24,3 x 32 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8366
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 7. Schuljahr, 1937. Georges R. wurde am 1. Juni 1924 in Düsseldorf geboren. Sein Bruder Robert war zwei Jahre älter als er. Die Familie wohnte in der Lindemannstraße 49. Der Vater Jakob R. stammte aus Baden und arbeitete in Düsseldorf als Generaldirektor der Firma Adler. Die Mutter, Claire R., geborene G., besaß die Schweizer Staatsbürgerschaft. Vor der Emigration der Familie im März 1938 wohnten R.s in der Brehmstraße 43. Am 26. März 1938 meldete sich die gesamte Familie nach New York, USA, ab. Georges R. verstarb in Amerika am 26. Februar 1982.

KünstlerIn: Eugen W. (geb. 10.03.1927) Titel: Haman am Galgen
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: Eugen W. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Eugen W. Verso: in Grafitstift: 146, Monjau/7, V 140, 1983/71-117, C 10303
Maße: 21 x 27,6 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift, Silberpigment auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10303
Provenienz: Nachlass Julo Levin
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Eugen W. wohnte in der Mintropstraße 1 und ist am 8. August 1939 nach England emigriert.

Dienstag, 7. Februar 2012

Zeichnungen von Kindern und Künstlern: Allein




Die Ausstellung Zeichnungen von Kindern und Künstlern erfolgt in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). In den Werkstätten des LVR - Archivberatungs- und Fortbildungszentrums in Brauweiler wird seit September 2010 die gesamte Sammlung der Kinderzeichnungen restauriert. Ein Film zeigt Beispiele der restauratorischen Arbeit an den Objekten. Die Restaurierungsmaßnahmen sind ebenfalls an den Info-Stationen und im YouTube-Kanal des Stadtmuseum recherchierbar.     
Die Wechselwirkung zwischen dem Schaffen von Künstlern und Kindern ist in der Kunstgeschichte bereits hinlänglich erforscht, ausgestellt und diskutiert. So hat auch das Team des Stadtmuseums 1988 eine Ausstellung erarbeitet, die mit einem biografischen Ansatz Fragen dieses künstlerischen Dialogs zwischen Julo Levin und seinen Schülerinnen und Schülern beantworten sollte.

Das aktuelle Kurtorenteam verfolgt einen anderen Ansatz. Seine Vorgehensweise ähnelt der des prozessualen künstlerischen Schaffens eines Werks. Hierin liegt auch die Auswahl des Co-Kurators begründet; Robert Hartmann, Künstler und Vorsitzende des Künstlervereins Malkasten, verstärkt konzeptionell den Strang des Sehens und Malens als intuitiven kreativen Prozess. Er trifft die Werkauswahl der hundert Zeichnungen aus dem Großkonvolut nach seinen eigenen qualitativen Kriterien und ordnet sie anthropologisch orientierten Themen zu. Gemeinsam wurden dann die Referenzobjekte der Klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst auf ihre basale emotionale Beziehung hin ausgelotet und ausgesucht. Zusammen mit den Zeichnungen der Kinder gehängt, setzen sie Akzente in dem Gespinst aus Formen und Farben, die der Beobachtung jener Gefühlswelt der Kinder entspringen, die für Klee beispielsweise so bedeutsam war. In Ergänzung erstellen zwei Düsseldorfer Schülerinnen hierzu bildnerische Kommentare.

Die aus dem Menschsein geprägte Herangehensweise an die Zeichnung der jüdischen Kinder wird durch die Farbgebung der Wände noch unterstrichen. Hartmann hat hier großen Wert auf einen den Zeichnungen entlehnten malerischen Duktus der Wasserfarbe gelegt. So verweben sich die Werke auch durch die Beigabe der Zitate von Henri Michaux miteinander. Sie erhalten jene Gleichwertigkeit, die für Joseph Beuys so entscheidend war. Sie zeigt erstmalig die enorme Leistung von Menschen, die jüdischen Glaubens waren und sind, die
im Museum nicht mehr auf ihre Rolle als Opfer der Vernichtungslager reduziert werden.

Heute wird die zweite Kategorie vorgestellt:

Allein

KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel: ein Neger aus Afrika s[t]eht hier breitbeinig dar
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Tusche: Ein Neger aus Afrika seht hier breitbeinig da Verso: in Grafitstift: AL 241, C 10360
Maße: 22,3 x 19,4 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Tusche, Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1936
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10360
Es handelt sich bei dieser Zeichnung um das Schlüsselwerk der Sammmlung von 2000 Zeichnungen jüdischer Kinder des Stadtmuseums Landeshauptstadt Düsseldorf. Es wurde von einem jüdischen Kind im Schulunterricht von Julo Levin an der Jüdischen Volksschule in Düsseldorf 1936 gezeichnet. Der Schüler/die Schülerin setzt sich mit einem zeitgenössischem Sportleridol auseinander; vermutlich Jesse Owens oder Joe Lewis. Er/sie hat den Titel des Werks selbst ausgewählt und auf das Werk geschrieben. In der Kunstgeschichte ist diese Zeichnung die einzige bisher bekannte Darstellung eines Afrikaners mit Sporthose.

KünstlerIn: Manfred H. (geb. 15.07.1926) Titel: Mann in antiker Kleidung leert einen Krug
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: M. H. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: M. H., M. H. Verso: in Grafitstift: 154, C 10351, 1992/95-9 durchgestrichen
Maße: 40 x 27,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10351
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Dezember 1937. Manfred H., geboren am 15. Juli 1926, ist am 6. Juli 1939 (vermutlich mit einem "Kindertransport") nach England emigriert.

KünstlerIn: Rolf L. (geb. 22.11.1924, 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und dort später ermordet), VI. Klasse Titel: Wasserträger
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: R. L. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: R. L. Verso: in Grafitstift: 6. (VI durchgestrichen) Schulj, Wasserträger, 3.37, 2-3, 1983/71-650, C 10313
Maße: 23,6 x 31,5 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10313
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Februar + März 1937. Bei Rolf L. handelt es sich vermutlich um den Sohn von Hedwig L., geborene O., (geboren am 5. Juli 1897 in Köln). Rolf Rudolf Martin L. wurde am 22. November 1924 in Wiesbaden geboren. Er lebte in Köln und Bremen und zuletzt in Düsseldorf. Dort wohnten sie in der Schillerstraße 25 (ein sogenanntes "Judenhaus") und wurden am 10. November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.



KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel Milchmädchen
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: AL 834, C 10344 (ausradiert VII Schj, Milchmädchen, 9.37, 2-)
Maße: 27,6 x 21 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Deckweiß, vermutlich Tusche auf Papier
Datierung: 1939
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10344







KünstlerIn: Gigi B. (geb. 26.11.1924), VI. = III. Klasse Titel: Wasserträgerin
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben rechts: Gigi B. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Gigi B., Kl. III Verso: in Grafitstift: VI Schulj., Wasserträgerin, 3.37, Rebekka am Brunnen, 1989/1-9, C 8293
Maße: 29,5 x 19,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 8293

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, März 1937. Gigi B., geboren am 26. November 1924, war die Tochter von Anna B., geborene L. Beide sind am 18. März 1937 aus Düsseldorf weggezogen.



KünstlerIn: Helene T. (geb. 02.03.1926, in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert), VI. Klasse Titel: Frau
Beschriftung: Künstlersignatur: Verso oben links: Helene T. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Verso: in Tinte: Helene T. in Grafitstift: VI Schuljahr, 11.36, 1., 1983/71-635, C 10323
Maße: 24,3 x 31,9 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: 1936
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10323

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1936 + 1937. Die am 2. März 1926 geborene Helene T. war die Tochter von Pinkus T., geboren am 13. Dezember 1889 und dessen Ehefrau Fella T., geboren am 13. Oktober 1892.
Am 28. Oktober 1938 aus Düsseldorf deportiert an die deutsch-polnische Grenze, ist die Familie am 31. Juli 1939 nach Lodz verzogen. Von dort wurde sie nach Auschwitz deportiert.



KünstlerIn: Helmut C. (geb. 25.08.1923) Titel: Mann mit Arbeitsschürze
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto rechts unten: H. C. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Wasserfarbe: H. C. Verso: in Grafitstift: AL 564, C 10321
Maße: 30,7 x 26,2 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10321

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Helmut C. wurde am 25. August 1923 in Düsseldorf als erstes Kind der Eheleute Hermann und Johanna C., geb. H., geboren. Sein Vater stammte aus Beckrath bei Rheydt, seine Mutter aus Düsseldorf. Sein Bruder G. kam zwei Jahre später, am 17. August 1925, in Düsseldorf zur Welt. Die Familie wohnte auf der Bilker Allee 136. Später zogen sie um in die Martinstraße 73. Nach der Pogromnacht 1938 beschlossen seine Eltern, Helmut und seinen Bruder mit einem Kindertransport nach Großbritannien zu schicken. Helmut C. verließ Düsseldorf am 26. Juni 1939. Anders als sein Bruder, der während des Krieges als "feindlicher Ausländer" von Großbritannien nach Kanada deportiert wurde, konnte Helmut in Großbritannien bleiben. Dort lebte er auch nach dem Krieg. Er änderte seinen Namen in Harry C. und ist mittlerweile verstorben. Seine Eltern wurden am 10. November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.


KünstlerIn: Günther Cahn (geb. 17.08.1925), VI. Klasse Titel: Atlas
Material/Technik: Wasserfarbe, Deckweiß, Tinte auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10312

Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule.
Günther Cahn wurde am 17. August 1925 in Düsseldorf als zweites Kind der Eheleute Hermann und Johanna Cahn, geb. Herz, geboren. Sein Vater stammte aus Beckrath bei Rheydt, seine Mutter aus Düsseldorf. Sein Bruder Helmut war am 25. August 1923 in Düsseldorf zur Welt gekommen. Die Familie wohnte auf der Bilker Allee 136. Später zogen sie um in die Martinstraße 73. Nach der Pogromnacht 1938 beschlossen seine Eltern, Günther und seinen Bruder mit einem Kindertransport nach Großbritannien zu schicken. Günther Cahn verließ Düsseldorf am 27. März 1939. Während des Krieges wurde er als "feindlicher Ausländer" von Großbritannien nach Kanada deportiert. Dort lebt er auch heute noch. Seine Eltern wurden am 10. November 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert und dort ermordet.



KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel:ohne Titel (Mann)
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: VII Schulj, C 10355
Maße: 26,2 x 30,7 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10355


KünstlerIn: Salli F. (geb. 1924) Titel: Mann mit Schürze, schreitend
Beschriftung: Signatur: Recto unten rechts: S. F. Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: S.F. Verso: in Grafitstift: C 10040, 1983/71-40 Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin
Maße: 30,8 cm x 26,2 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10040






Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1936 + 1937. Salli F. war möglicherweise der Sohn des ostjüdischen Ehepaars Ephraim (Erwin) und Therese F., geb. M. Diese hatten den am 29. Oktober 1920 in Düsseldorf geborenen Sohn Philipp F. Die Familie unterhielt ein Schuhgeschäft in Düsseldorf.
Die gesamte Familie F. wurde am 28. Oktober 1938 im Zuge der sogenannten Polenaktion an die deutsch-polnische Grenze abgeschoben. Die Eltern befanden sich später im Warschauer Ghetto und kamen dort um. Philipp F. kam am 14. März 1945 im Konzentrationslager Buchenwald um.





KünstlerIn: Rolf B. (12.09.1924 - 09.07.1943 im Vernichtungslager Sobibor ermordet), VII. Klasse Titel: Mann mit Hut gehend
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben links: R. B. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Tinte: R. B., 7. Schulj. Verso: in Grafitstift: 1983/71-201, C 10226
Maße: 27,8 x 21 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Tinte, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10226
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 1937 + 1938. Rolf B. kam am 12. September 1924 in Düsseldorf als Sohn des Kaufmanns Adolf Isidor B. und dessen Frau Rosa, geborene B., zur Welt. Er hatten einen vier Jahre älteren Bruder Helmut sowie einen Halbbruder aus der ersten Ehe seines Vaters: Alfred B. (geboren 1912 in Düsseldorf). Im Dezember 1934 musste die Familie B. ihre Wohnung in der Hüttenstraße 129 aufgeben und in die Schwerinstraße 53 umziehen, da Adolf B. wegen seiner jüdischen Herkunft seine Arbeitsstelle verloren hatte. Rolf B. besuchte ab 1935 die jüdische Schule in der Kasernenstraße in Düsseldorf. Rolf floh 1939 alleine in die Niederlande (Boxmeer), nachdem er zuvor einige Zeit in Emmerich gelebt hatte. In den Niederlanden fand er eine Anstellung als Butler bei der jüdischen Familie L. in Boxmeer. Als Jude wurde er in den Judendurchgangslagern Vught und in Westerbork festgehalten. Am 6. Juli 1943 wurde Rolf B. vom Lager Westerbork nach Sobibor deportiert und dort am 9. Juli 1943 ermordet.
Seine Eltern und sein Bruder waren in Düsseldorf geblieben und wurden am 27. Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert. Sie haben nicht überlebt.



KünstlerIn: Herta R. (geb. 12.12.1927), IV. Klasse Titel: Großmutter im Rock, 72 Jahre alt
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto oben links: Herta R. Stempel/Zeichen: Verso: Stempel: Nachlass Julo Levin Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Herta R., Grosmutter im Rock 72 Jahre alt Verso: in Grafitstift: Herta R. (3 mal jeweils unterschiedliche Schrift), IV Schulj, 5.37, 1983/71-210, C 10357
Maße: 32,9 x 24,1 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift, Farbstift auf Papier
Datierung: 1937
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Mieke Monjau
Objektnummer: SMD.C 10357
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, 4. Schuljahr, 1937. Herta R. wurde am 12. Dezember 1927 in Düsseldorf geboren. Zusammen mit ihren Eltern Paul und Grete R., geborene S., wohnte Herta zunächst in Düsseldorf-Oberkassel, Luegallee 12. Im August 1934 zog die Familie in die Prinz-Georg-Straße 100.
Herta emigrierte vermutlich mit ihren Eltern.


KünstlerIn: Gisela Straus (1923 - 1980) Titel: Bauernmädchen
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten rechts: G. Straus Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: Gisela, G. Straus Verso: in Grafitstift: AL 603, C 10335 (ausradiert VII Schuljahr, Bauernmädchen)
Maße: 25,9 x 19,3 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10335
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Zeit unbekannt. Gisela Straus wurde am 24. September 1923 geboren. Ihre Eltern waren Leo Straus, geboren am 24. August 1895 im hessischen Gedern, und Else Straus, geborene Rösche, geboren am 6. September 1895 in Berlin. Gisela hatte zwei Geschwister: Inge Straus, geboren am 24. September 1923 in Krefeld, und Rudi Straus, geboren am 19. Februar 1927 in Krefeld. Die gesamte Familie emigrierte am 21. Juni 1938 in die USA und zog nach Detroit, wo ein Bruder Leo Straus´, Hugo, lebte. Gisela (jetzt: Gladys) arbeitete als Krankenschwester. Sie heiratete Harold Feldman mit dem sie drei Kinder hatte. Gladys war Mitglied in der amerikanisch-jüdischen Frauenorganisation Hassadah und aktiv in vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Sie war eine äußert talentierte Schneiderin und fertigte selbst Kleidung an. 1980 ist sie gestorben.



KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel: Frau in blauem Rock und roter Bluse
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: AL 601, C 10330
Maße: 33,1 x 22,1 cm, Breite diveriert um 4 mm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10330



KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel: Frau
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: AL 864, C 10319
Maße: 20,6 x 14 cm, Ränder unregelmäßig (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10319



KünstlerIn: Isi M. (geb. 11.08.1924) Titel: Narr
Beschriftung: Künstlersignatur: Verso oben links: Isi M. Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: Isi M., AL 660, C 10325
Maße: 32 x 24,3 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10325
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Februar 1937. Isi M. wurde am 11. August 1924 geboren. Ihre Eltern waren Max M., geboren am 31. Mai 1900 und Anneliese M., geborene S., geboren am 24. Dezember 1899. Mit den Eltern und den Geschwistern wohnte sie in Düsseldorf auf der Harkortstraße 13.
Nach dem Novemberpogrom 1938 emigrierte die Familie im März 1939 nach Belgien. Er und seine Schwester D. verließen am 6. März 1939 Düsseldorf und gelangten 1940 nach Palästina. Ihre 93-jährige Großmutter blieb in Düsseldorf und wurde später nach Theresienstadt deportiert.



KünstlerIn: Künstler unbekannt Titel: Schiffer im Boot
Beschriftung: Künstlersignatur: keine Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Verso: in Grafitstift: ? weg, 5.11.19
Maße: 4,9 x 6,8 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Grafitstift, Farbstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10318



KünstlerIn: Gisela Straus (1923 - 1980) (Name recto von Carl Lauterbach ausradiert) Titel: Gewichtheber
Beschriftung: Künstlersignatur: Recto unten mittig: G. Straus Stempel/Zeichen: ohne Beschriftungen: Recto: in Grafitstift: G. Straus (ausradiert) Verso: in Grafitstift: AL 621
Maße: 32 x 24,4 cm (aus Restaurierung)
Material/Technik: Wasserfarbe, Grafitstift auf Papier
Datierung: ohne Jahr
Danksagung/Provenienz:
Nachlass Julo Levin
Provenienz: Carl Lauterbach
Objektnummer: SMD.C 10350
Objektbeschreibung: Kunstunterricht Julo Levin Düsseldorf, Private Jüdische Volksschule, Zeit unbekannt. Gisela Straus wurde am 24. September 1923 geboren. Ihre Eltern waren Leo Straus, geboren am 24. August 1895 im hessischen Gedern, und Else Straus, geborene Rösche, geboren am 6. September 1895 in Berlin. Gisela hatte zwei Geschwister: Inge Straus, geboren am 24. September 1923 in Krefeld, und Rudi Straus, geboren am 19. Februar 1927 in Krefeld. Die gesamte Familie emigrierte am 21. Juni 1938 in die USA und zog nach Detroit, wo ein Bruder Leo Straus´, Hugo, lebte. Gisela (jetzt: Gladys) arbeitete als Krankenschwester. Sie heiratete Harold Feldman mit dem sie drei Kinder hatte. Gladys war Mitglied in der amerikanisch-jüdischen Frauenorganisation Hassadah und aktiv in vielen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Sie war eine äußert talentierte Schneiderin und fertigte selbst Kleidung an. 1980 ist sie gestorben.